Fundusfotografie bei Diabetes
Gefäss- und Sehnervendokumentation als Alternative zu den Weitropfen
Warum Vorsorge? Diabetes mellitus kann die feinen Blutgefäße der Netzhaut unbemerkt schädigen
(diabetische Retinopathie). Da diese Veränderungen im Frühstadium weder schmerzen noch das Sehen
sofort beeinträchtigen, ist eine regelmäßige Kontrolle der beste Schutz vor schwerem Sehverlust.
Was leistet die Fundusfotografie?
Die digitale Fundusfotografie erstellt hochauflösende Aufnahmen Ihres Augenhintergrunds. Damit erhalten Sie eine
schwarz-auf-weiß dokumentierte Verlaufskontrolle, die direkt in Ihrer Patientenakte gespeichert und mit
Voruntersuchungen verglichen werden kann.
Gleichzeitige Beurteilung von Gefäßen und Sehnerv
Mit nur einer kurzen, blitzschnellen Aufnahme werden gleich zwei entscheidende anatomische Strukturen erfasst
und dokumentiert:
- Die Netzhautgefäße: Präzise Erkennung von Gefäßveränderungen, Mikroaneurysmen oder
Durchblutungsstörungen durch den Diabetes. - Der Sehnerv (Papille): Gleichzeitige Beurteilung und Dokumentation der Sehnervstruktur – ein wichtiger
Baustein zur Früherkennung von Sehnervenschäden (wie beim Grünen Star / Glaukom).
Die Alternative zu pupillenerweiternden Tropfen (Weitropfen)
Viele Patienten fürchten herkömmliche Weitropfen, da diese zu verschwommenem Sehen, starker
Blendempfindlichkeit und dem Verlust der Fahrtauglichkeit für mehrere Stunden führen.
- Fahrtauglich bleibt erhalten: In vielen Fällen ermöglicht die Fundusfotografie eine aussagekräftige
Untersuchung ohne Weitropfen, sodass Sie im Anschluss sicher Auto fahren können. - Hinweis: Ob eine Untersuchung komplett tropfenfrei möglich ist, hängt individuell von der Weite Ihrer Pupille ab.
In seltenen Ausnahmefällen kann das Tropfen dennoch medizinisch notwendig sein.
Hinweis zu den Kosten
Bitte beachten Sie: Diese erweiterte Vorsorgeleistung ist eine individuelle Gesundheitsleistung. Keine Anwendung
bei Berufsgenossenschaften (BGs), privaten Versicherungen und Vertretungen (gemäß Richtlinien).